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Satzung

1. Name und Sitz

Selbsthilfegruppen des Diakonischen Werkes für Suchterkrankungen

Bahnhofstraße 16

31655 Stadthagen

2. Ziele

Die Schaumburger Selbsthilfegruppen begleiten und bestärken Suchtkranke in ihrer abstinenten Lebensweise, und sie beraten und unterstützen deren Angehörige. Dabei liegen die Schwerpunkte in den Gruppen auf folgenden Problemkreisen:

  • Alkoholabhängigkeit,
  • Medikamentenabhängigkeit,
  • Abhängigkeit von Alkohol und Medikamenten.

 Zielsetzung ist die Vermittlung einer positiven, lebensbejahenden Einstellung und zufriedene Abstinenz. Darüber hinaus wollen die Gruppen beim Aufbau eines neuen sozialen Umfeldes helfen.

 3. Mitgliedschaft

Mitglied kann jeder werden, der sich kritisch mit den Suchtmitteln auseinandersetzen will und keinen Missbrauch dieser Suchtmittel betreibt oder den Missbrauch beenden will. Bei betroffenen Mitgliedern wird Abstinenz erwartet. Einzelne Rückfälle sind kein Ausschlussgrund.

Bei allen Veranstaltungen des Vereins (Gruppenabende, Fahrten, sonstige allgemeine Veranstaltungen) wird absolute Abstinenz eingehalten. Das gilt auch für Gäste.

Die Mitgliedschaft kann jederzeit vom Gruppenmitglied beendet werden. Erfüllt ein Gruppenmitglied die satzungsmäßigen und die in den jeweiligen Gruppenregeln genannten Bedingungen nicht, so kann die Mitgliedschaft auch von Seiten der Gruppe beendet werden.

 4. Leitung

Der Verein hat einen aus 5 Personen bestehenden Vorstand:

3 gleichberechtigte Gesamtsprecher vertreten den Verein nach außen und stehen in ständigem Kontakt zur Beratungsstelle. Sie leiten die Mitarbeiterbesprechung.

Sollte Uneinigkeit im Vorstand bei anstehenden Entscheidungen bestehen, wird in der Mitarbeiterbesprechung darüber abgestimmt. Hier reicht dann eine einfache Mehrheit aus.

Der Kassenwart verwaltet die Finanzen des Vereins, die Wahl eines stellvertretenden Kassenwarts ist möglich; ein weiteres Vorstandsmitglied ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Alle zwei Jahre werden die Vorstandsmitglieder gewählt. Auf Antrag eines Mitglieds der MAB kann auch ein nicht als Gruppenleiterin, Gruppenleiter oder im Krankenhausbesuchsdienst tätiges Vereinsmitglied zum Kassenwart oder Pressewart gewählt werden. Wiederwahl ist möglich.

 5. Ehrenamtliche Mitarbeit

Ehrenamtliche Mitarbeit geschieht unentgeltlich.

Leiterin oder Leiter einer Gruppe kann werden, wer mindestens ein Jahr dem Verein als Mitglied einer Gruppe angehört und als Abhängiger eine zweijährige Abstinenz erreicht hat.

Der Wechsel einer Gruppenleiterin oder eines Gruppenleiters wird in der Mitarbeiterbesprechung bekannt gegeben, der Vorstand ist sofort zu informieren. Der neue Leiter oder die neue Leiterin stellt sich der Mitarbeiterbesprechung vor und wird von ihr mit einfacher Mehrheit bestätigt.

Die Nachsorgegruppen haben das Recht, ihre Leiter selbst zu wählen.

Eine Gruppenleiterin oder ein Gruppenleiter, der gegen Regeln verstößt, die in dieser Satzung festgelegt sind, wird durch den Vorstand angehört. Kann kein Einvernehmen erzielt werden, kann die Gruppenleiterin oder der Gruppenleiter durch die Mitarbeiterbesprechung mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Stimmberechtigten von ihrem/seinem Amt abgelöst werden.

 6. Mitarbeiterbesprechung

Die Mitarbeiterbesprechung setzt sich aus allen Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern, den Mitarbeitern des Krankenhausbesuchsdienstes sowie dem Vorstand zusammen. Sie findet in der Regel alle 2 Monate statt. Die Teilnahme daran sollte als zur Mitarbeit gehörende Aufgabe angesehen werden.

Außerordentliche Mitarbeiterbesprechungen können vom Vorstand einberufen werden. Der Vorstand muss eine außerordentliche Mitarbeiterbesprechung einberufen, wenn dies von wenigstens fünf Mitarbeitern schriftlich beantragt wird.

Zu den Aufgaben der Mitarbeiterbesprechung gehören außer den an anderer Stelle dieser Satzung beschriebenen Aufgaben unter anderem:

  •  Erörterung des Jahresberichtes des Vorstands über gemeinsame Aktivitäten für alle Gruppen,

  • Beratung und Beschlussfassung über Anträge, Anschaffungen im Wert von über 100 €,    

  • alle wichtigen Angelegenheiten, die den Verein betreffen,

  • Wahl des Vorstands.

 7. Arbeit in den Gruppen

Die Arbeit in allen Gruppen erfolgt in eigener Verantwortung; es gibt keine Einflussnahme von außen. Jede Gruppe gestaltet ihre Arbeit so, wie es der Zusammensetzung der Gruppe und den Erwartungen ihrer Mitglieder entspricht.

Die Vielfalt der Arbeitsformen in den Gruppen ist wesentlicher Bestandteil des lebendigen Lebens im Verein der  “Selbsthilfegruppen des Diakonischen Werkes für Suchterkrankungen“.

     7.1 Offene Gruppen

Die offenen Gruppen sind neben den Beratungsstellen die ersten Anlaufpunkte für Suchtkranke und deren Angehörige. Hier wird ihnen die erste Hilfestellung gegeben.

Die Aufnahme in die offenen Gruppen erfolgt ohne Vorbedingungen, d.h. die Klienten können die Gruppenabende besuchen, auch wenn sie noch Suchtmittelmissbrauch betreiben. Ziel ist es jedoch, dass sie während des Besuchs der offenen Gruppe vom Suchtmittel loskommen.

Aufgrund der besonderen Situation arbeiten die offenen Gruppen besonders eng mit der Beratungsstelle zusammen. Wenigstens viermal im Jahr findet eine Besprechung statt zwischen den Gruppenleitern und den Mitarbeitern der Beratungsstelle. Darüber hinaus können sich die Gruppenleiter in kürzeren Abständen mit der Mitarbeiterin/dem Mitarbeiter der ihnen zugeordneten Beratungsstelle treffen.

Die Teilnahme von Abhängigen und Angehörigen an der offenen Gruppe stellt nur den ersten Schritt auf dem Weg in die Abstinenz dar. Die Klienten werden von der offenen Gruppe an die Beratungsstelle weiter vermittelt.

Die Verweildauer von Klienten in der offenen Gruppe soll in der Regel nicht länger dauern als 6 Monate.

     7.2 Nachsorgegruppen

Die Gruppen arbeiten selbständig; sie unterliegen nur den jeweiligen Gruppenregeln. Zielsetzung einer Nachsorgegruppe ist es, in offenen und intensiven Gesprächen zu lernen, mit den eigenen seelischen Problemen und Konflikten umzugehen und diese nach Möglichkeit gemeinsam zu lösen. In die Gruppe geht jeder wegen seiner eigenen Schwierigkeiten.

Alle Teilnehmer sind gleichberechtigt, Alle bestimmen über sich und ihr Handeln eigenverantwort­lich. Fragen, die die ganze Gruppe betreffen, löst die Gruppe in gemeinsamer Verantwortung. Was in der Gruppe besprochen wird, bleibt in der Gruppe (Gruppenschweigepflicht).

     7.3 Gruppe Alkohol im Straßenverkehr (AiS)

In der Gruppe Alkohol im Straßenverkehr werden nicht nur Alkoholkranke betreut, sondern auch Alkoholgefährdete.

Die Gruppe bearbeitet nicht nur das Problem der Wiedererlangung der Fahrerlaubnis, sondern auch Fragen der Abhängigkeit und der Alkoholgefährdung.

     7.4  Frauengruppe

Für abhängige Frauen und für Frauen von abhängigen Männern gibt es das besondere Angebot  von Frauengruppen, in denen frauenspezifische Probleme im Zusammenhang mit Abhängigkeit, aber auch darüber hinaus behandelt werden.

     7.5  Angehörigengruppe

Es gibt das besondere Angebot einer Gruppe für Angehörige von Suchtkranken.

8. Arbeit außerhalb der Gruppen

8.1  Krankenhausbesuchsdienst

Der Besuchsdienst soll Patienten die Möglichkeit geben, den ersten Kontakt zur Beratungsstelle bzw. zu einer Offenen Gruppe herzustellen. Zwei Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen informieren über die Angebote des Diakonischen Werkes und der Selbsthilfegruppen. Sie beraten die Patienten und helfen ihnen, aber sie übernehmen nicht deren Aufgaben, sondern ermutigen die Patienten, etwas für sich selbst zu tun.

8.2  KRH Psychiatrie Wunstorf und Burghof-Klinik Rinteln

Zwei Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen stellen die Angebote des Diakonischen Werkes und der Selbsthilfegruppen vor. Die Patienten werden informiert, wie wichtig der Besuch einer Nachsorgegruppe ist, eventuell wird ihnen von eigenen Erfahrungen berichtet. Die Patienten sollen motiviert werden, und ihnen soll Mut gemacht werden, damit sie den ersten Schritt machen und sich bei der Beratungsstelle melden, bzw. sich einer Selbsthilfegruppe anschließen.

8.3 Weitere Institutionen

Darüber hinaus kann bei Bedarf in Absprache zwischen Mitarbeiterbesprechung und Beratungsstelle in weiteren Institutionen ein Besuchsdienst organisiert werden.

9. Kassenangelegenheiten

Die Mitglieder der Gruppen, mit Ausnahme der Offenen Gruppen und der Gruppen AiS, zahlen einen Jahresbeitrag in einer von der Mitarbeiterbesprechung von zwei Dritteln der anwesenden Stimmberechtigten beschlossenen Höhe an den Kassierer. Die Beiträge werden auf ein gemeinsames Konto gezahlt.
Für das Konto zeichnet der Kassierer und weitere Vorstandsmitglieder.

Von der Mitarbeiterbesprechung werden zwei Kassenprüfer gewählt, die zu Beginn eines Jahres Belege und Konten  prüfen.

10. Vermittlung bzw. Zuweisung von Gruppenmitgliedern

Klienten, die aus einer Offenen Gruppe in eine Nachsorgegruppe vermittelt werden, werden nach Absprache zwischen Beratungsstelle, den Leitern der Offenen Gruppe sowie den Leitern der aufnehmenden Gruppe zugewiesen. Dabei ist die persönliche Situation des Betroffenen zu berücksichtigen.

Die Vermittlung wird erleichtert durch aktuelle Gruppenlisten.

11. Bildung oder Auflösung von Gruppen

Vor der Neubildung von Gruppen ist der Bedarf zu prüfen.

Bei der Bildung oder Auflösung von Gruppen. in denen es sich um Erstkontakte handelt (Offene Gruppe,

Gruppe Alkohol im Straßenverkehr), ist eine Übereinkunft zwischen der Beratungsstelle und der

Mitarbeiterbesprechung erforderlich. Gleiches gilt, wenn Gruppen für andere als die genannten Zielgruppen eingerichtet werden sollen.

Bei der Bildung oder Auflösung der übrigen Gruppen bedarf es nur der Zustimmung der Mitarbeiterbesprechung. Eine Information der Beratungsstelle erfolgt. Räumliche und zeitliche Fragen sind mit dem Diakonischen Werk abzustimmen.

12. Öffentlichkeitsarbeit

Die Öffentlichkeitsarbeit wird von einem dafür gewählten Vorstandsmitglied wahrgenommen.

Zu seinen Aufgaben gehören:

  • Schreiben des Jahresberichts,
  • Schreiben und ggf. Verteilen von Einladungen für Veranstaltungen,
  • Verfassen von Presseberichten über Aktivitäten der Selbsthilfegruppen,
  • Teilnahme an den Veranstaltungen der Interessenvertretung der Selbsthilfegruppen im Landkreis Schaumburg.

Das für Öffentlichkeitsarbeit gewählte Vorstandsmitglied sollte einen möglichst genauen Überblick über die bestehenden Gruppen und ihre Strukturen haben.

13. Satzungsänderungen

Eine Satzungsänderung kann bei allen aufgeführten Punkten (ausgenommen Punkt 13 und 14) durch die Mitarbeiterbesprechung vorgenommen werden. Dazu ist eine 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitarbeiter notwendig.
Für eine Änderung dieses Punktes ist  ein Beschluss der Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von 3/4 der anwesenden Mitglieder notwendig. 

14. Auflösung des Vereins
Für die Auflösung des Vereins "Selbsthilfegruppen des Diakonischen Werkes für Suchterkrankungen" ist ein Beschluss der Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln der anwesenden Mitglieder erforderlich. 

15. Vereinsvermögen
Das gesamte Vereinsvermögen (Geld- und Sachwerte) fällt im Falle einer Vereinsauflösung an das Diakonische Werk Schaumburg-Lippe.

Stadthagen, 18.September 2015

 

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Letzte Änderung:    15.12.18