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Das sollten Sie wissen:

1. Ich muss zur MPU. Was muss ich tun?

Wenden Sie sich an die für Sie zuständige Fahrerlaubnisbehörde. Dort unterschreiben Sie eine Einverständniserklärung und benennen eine amtlich anerkannte Begutachtungsstelle Ihrer Wahl. Wenn Ihre Akte dort ist, werden Sie von der Begutachtungsstelle über die weiteren Schritte informiert.

 

2. Kann ich mich weigern, eine MPU zu machen?
Das können Sie. Wenn aber eine MPU angeordnet wurde, weil Bedenken an Ihrer Fahreignung bestehen, werden Sie Ihre Fahrerlaubnis nicht wiedererhalten, wenn Sie sich weigern, sich einer MPU zu unterziehen.

 

3. Kann die MPU in der Sperrfrist durchgeführt werden?

Ja, da sie bereits ca. 3 Monate vor Ablauf der Sperrfrist Ihren Antrag auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis stellen und im Falle der Anordnung einer MPU sich in dieser Zeit auch untersuchen lassen können. (Voraussetzung, alle geforderten Nachweise liegen vor)

 

4. Wie schnell bekomme ich einen Untersuchungstermin?
Sobald die  Begutachtungsstelle ihre Akte erhalten und die Untersuchungsgebühr von ihnen bezahlt worden ist, wird man Ihnen einen Termin mitteilen.

 

5. Was kostet eine MPU?
Die Kosten richten sich nach der behördlichen Fragestellung und nach der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt). Auskunft über die Höhe der zu zahlenden Gebühr erhalten Sie auf Anfrage in jeder Begutachtungsstelle.

 

6. Gibt es MPU-Vorbereitungskurse und was kosten sie?
Es gibt Vorbereitungskurse, deren Qualität und Preis erheblich variieren.

 

7. Was bieten die Beratungs- und Behandlungsstellen des Diakonischen Werkes Schaumburg Lippe und die Selbsthilfegruppen Alkohol im Straßenverkehr (AiS) in Rinteln und Stadthagen?
Inhaltlich geht es in dem Gemeinschaftsprojekt um die eigene Trinkpraxis, Informationen über Alkoholismus und Alkoholmissbrauch, eine diagnostische Einstufung mit einem Behandlungsplan sowie um Vorbereitung auf die Prüfungssituation bei der MPU.

 

8. Wie ist der Ablauf?
In der Beratungsstelle werden zunächst in einem kostenfreien Einzelgespräch persönliche Umstände, Trinkverhalten und damit die Eignung zur Teilnahme an den Gruppenstunden der AiS-Gruppe geprüft. Um eine realistische Beurteilung des eigenen Trinkverhaltens vornehmen zu können, erhalten die Teilnehmer in den Gruppenstunden umfangreiche Informationen über Alkoholismus, Alkoholmissbrauch und Suchtmittel im Straßenverkehr. Zur Vertiefung und Aufarbeitung persönlicher Probleme, sollten parallel zu den Gruppenstunden fünf Einzelgespräche in Anspruch genommen werden. Diese Kombination aus Einzel- und Gruppengesprächen bietet eine effiziente Lösung zur Bewältigung der eigenen Probleme und ist eine effektive Vorbereitung auf die MPU.

 

9. Wie lange dauert das? Wie hoch sind die Kosten?
Die Gruppenstunden finden einmal wöchentlich statt. Teilnahmedauer sollte mindestens ein halbes Jahr sein. Die erforderliche regelmäßige Teilnahme ist kostenfrei. Die fünf Einzelgespräche werden zu einem Gesamtpreis für insgesamt 250 Euro angeboten. Die Kosten für die Ausstellung einer Teilnahmebescheinigung über die Gruppen- und Einzelgespräche zur Vorlage beim TÜV betragen 15 Euro.

 

10. Muss / Kann ich zur MPU einen Dolmetscher mitbringen?

Sofern Sie der deutschen Sprache nicht mächtig sind, muss / kann ein beeidigter oder öffentlich bestellter oder vereidigter Dolmetscher oder Übersetzer hinzugezogen werden, der von der Begutachtungsstelle bestellt ist.

 

11. Müssen negative Vorgutachten bei einer neuen MPU eingereicht werden?
Nein. Aber die Begutachtungsstelle wird im Regelfalle um die Vorlage von Vorgutachten bitten, da sie wichtige Befunde für die Begutachtung beinhalten können. Sie sollten also unbedingt mitgenommen werden.

 

12. Kann ich mich anstatt einer MPU auch von einem niedergelassenen Psychologen untersuchen lassen?
Ja, was jedoch keinen Sinn macht, da die Fahrerlaubnisbehörde nur Gutachten von amtlich anerkannten Begutachtungsstellen anerkennt.

 

13. Wie sind die Chancen, eine MPU zu "bestehen"?
Das hängt von jedem Betroffenen selbst ab. Entscheidend für das Ergebnis der Untersuchung ist, ob und wie klar Sie belegen können, dass Sie durch persönliche Veränderungen bei sich die Voraussetzungen geschaffen haben, die Fehler, die zu dem Auffällig werden im Verkehr geführt haben, nicht zu wiederholen.

 

14. Wird nach "Quoten" untersucht?
Nein, jeder Gutachter ist in seiner Beurteilung frei und hat dabei allein fachliche Kriterien zu berücksichtigen.

 

15. Warum muss jemand, der Haschisch geraucht hat, aber nicht im Verkehr aufgefallen ist, zur MPU?
Weil der Konsum von Drogen die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen in Frage stellen kann. Ob dies der Fall ist, muss im Einzelfall im Rahmen einer MPU oder einer fachärztlichen Untersuchung geklärt werden.

 

16. Wie lange müssen Drogen- oder Alkoholabhängige "trocken" sein, um eine MPU mit positivem Ergebnis abzuschließen?
In der Regel 1 Jahr nach erfolgreich abgeschlossener Entwöhnungsbehandlung/Therapie.

 

17. Wie kann ich beweisen, dass ich "abstinent" lebe?
Eine Teilnahmebescheinigung ist natürlich kein Beweis dafür, dass jemand abstinent lebt.

Zum Nachweis der Abstinenz sind in den meisten Fällen regelmäßige Urinkontrollen (alternativ Haaranalysen) erforderlich. Dies gilt sowohl für Drogen wie für Alkohol. Ergänzend dazu sind Leberwerte ein sinnvoller Beleg für eine gesunde Lebensweise.

 

18. Reichen die Laborwerte von meinem Hausarzt oder muss ich mir bei der MPU noch mal Blut abnehmen lassen?
Wenn Sie sich wegen einer Alkohol- oder Drogenauffälligkeit untersuchen lassen müssen, wird Ihnen in jedem Fall bei der MPU Blut abgenommen bzw. von Ihnen eine Urinprobe verlangt. Falls bereits Laborwerte vorliegen, empfiehlt es sich, diese zur Begutachtung mitzubringen.

 

19. Meine Leberwerte bzw. meine Abstinenznachweise waren alle ok. Trotzdem bin ich durchgefallen. Das verstehe ich nicht.
Die Leberwerte allein sind nicht ausschlaggebend für das Ergebnis einer Untersuchung. Wenn die Begutachtung negativ ausgefallen ist, sind die Gründe für das negative Ergebnis im Gutachten aufgeführt. Es empfiehlt sich daher, das Gutachten genau durchzulesen, um zu erfahren, woran die Gutachter ihre Bedenken festgemacht haben.

 

20. Wenn ich den Führerschein 2 Jahre nicht gehabt habe, muss ich den dann ganz neu machen?
Am 30.10.2008 trat eine Änderung der Fahrerlaubnisverordnung in Kraft. Damit ist die in den §§ 20 und 24 festgelegte 2-Jahres-Frist abgeschafft worden. Bisher musste der Bewerber, wenn der Führerschein z.B. nach Entzug der Fahrerlaubnis und wenn mehr als 2 Jahre zwischen dem Entzug und der Neuerteilung lagen, immer eine erneute Fahrerlaubnisprüfung ablegen (§ 20). Dies ist zukünftig nur noch auf die seltenen Fälle beschränkt, wenn die Fahrerlaubnisbehörde im Rahmen ihres Ermessens Bedenken hinsichtlich der Befähigung des Bewerbers hat.

 

21. Ist jemand, der über 1,6 Promille hatte, denn schon gleich ein Alkoholiker?
Das kann man allein aufgrund des Promillewertes sicher nicht sagen. Allerdings muss jemand sehr trinkfest sein, um einen derart hohen Alkoholisierungsgrad zu erreichen, also vorher schon recht häufig und übermäßig viel Alkohol getrunken haben.

 

22. Wann verjähren eigentlich mal die alten Sachen?
Trunkenheitsfahrten sind in der Regel nach 10 Jahren und Verkehrsordnungswidrigkeiten in der Regel nach 2 bzw. 5 Jahren nicht mehr verwertbar.

Achtung! Die Daten befinden sich oft trotzdem noch in der Verkehrsakte.

 

23. Ich muss wieder zur MPU. Ist die Untersuchung beim 2. Mal anders?
Die Fragen können durchaus abweichen. Der Ablauf und die Koste sind jedoch gleich.

 

24. Wann kann ich mich nach einer negativen Untersuchung wieder untersuchen lassen?
Zunächst sollten Sie prüfen, ob im Gutachten entsprechende Empfehlungen ausgesprochen worden sind. Wenn dies nicht der Fall ist, könnten Sie den Gutachter, der Sie untersucht hat, fragen, wann eine erneute Begutachtung zweckmäßig ist.

 

25. Wann bekomme ich das Gutachten?
Nach Abschluss der Untersuchung erhalten Sie in der Regel innerhalb der nächsten 14 Tage das Gutachten.

 

26. Muss ich ein negatives Gutachten bei der Behörde einreichen?
Nein. Die Fahrerlaubnisbehörde wird dann jedoch Ihren Antrag auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis wegen Nichtvorlage des Gutachtens ablehnen. Es ist daher zweckmäßig, den Antrag auf Neuerteilung zurückzuziehen und zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu stellen. Sie müssen jedoch damit rechnen, dass die Gutachter bei einer neuen MPU die Vorlage des negativen Gutachtens von Ihnen verlangen.

 

27. Jetzt muss ich auch noch eine Nachschulung machen. Das ist doch Geldschneiderei. Kann ich das umgehen?
Wenn im Gutachten eine Kursempfehlung (§ 70 FeV) ausgesprochen wurde, bedeutet dies, dass die Gutachter Sie erst nach Kursteilnahme wieder für geeignet erachten, ein Kraftfahrzeug zu führen. Wenn Sie einen solchen Kurs "umgehen", hätte dies zur Folge, dass Sie Ihre Fahrerlaubnis nicht wiederbekommen und sich ggf. nochmals einer MPU unterziehen müssen.

 

 

 

 

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Letzte Änderung:    04.07.18