Thomas
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Mein persönlicher "Alkoholiker-Lebenslauf"

Mein Name ist Thomas M. und ich bin Alkoholiker.

Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder.

Angefangen hat meine Trinkerkarriere mit ein paar Bierchen und Schnäpschen bei der Arbeit in der Freizeit im Sportverein, Schützenverein, in der Feuerwehr und zu Hause.

Auf der Arbeitsstelle erst nur zur Frühstücks- und Mittagspause, dann auch während der normalen Arbeitszeit in immer größeren Mengen.

 

Durch meine Alkoholtoleranzzunahme konnte ich mein heimliches Trinken einige Jahre, so meinte ich zumindest, verstecken bzw. verleugnen.

Mit der Zeit legte ich mir Reserven an und musste schon morgens vor der Arbeit einen "Flachmann" haben, denn ohne den wäre mir alles aus der Hand gefallen.

 

Entgegen meinen Hoffnungen haben meine Frau und die Kinder mein exzessives Trinken mitbekommen.

Es kam immer häufiger zum Streit in der Familie.

Manchmal wurde ich von meinen Kindern sogar ausgelacht.

Unsere Kinder waren damals 7 und 11 Jahre alt.

Ich wurde in der Familie nicht mehr ernst genommen.

 

Durch den extremen Alkoholkonsum wurde auch mein Körper geschädigt.

Aufgrund von Beschwerden an Bauchspeicheldrüse, Herz und Magen musste ich einige Wochen im Krankenhaus behandelt werden.

Nach dem letzten Krankenhausaufenthalt von vier Wochen wurde ich wieder rückfällig.

Meine "Karriere" endete mit täglich 2-3 Flaschen Korn Anfang der achtziger Jahre jäh, als meine Frau und mein Arbeitgeber dieses "-mein-" Leben nicht weiter tolerieren wollten und mit ernsthaften Konsequenzen drohten.

 

Ich nahm Kontakt zur Beratungsstelle des Diakonischen Werkes in Stadthagen auf.

In Gesprächen mit den Therapeuten zusammen mit meiner Frau und meinem Arbeitgeber setzte ich mich dort mit meinem Trinkverhalten auseinander und willigte in eine stationäre Therapiemaßnahme ein.

Nach der Entgiftung im Krankenhaus kam ich für sechs Monate in die Therapiestätte "Moorpension" in Freistatt.

 

Unmittelbar im Anschluss an die Therapie schloss ich mich einer Selbsthilfegruppe für Alkoholabhängige an.

Ich hatte das große Glück in eine Gruppe zu kommen, in der ich mich vom ersten Moment an sehr wohl gefühlt habe.

Die vielen guten Gespräche an den Gruppenabenden taten mir sehr gut und unterstützten meine abstinente Lebensweise enorm.

Nach ca. fünfjährigem Gruppenbesuch entschloss ich mich zur Absolvierung eines Suchtkrankenhelferlehrgangs.

Meine Frau besuchte diesen Lehrgang anschließend ebenfalls und gemeinsam leiten wir jetzt seit über zwanzig Jahren eine Selbsthilfegruppe.

Als trockener Alkoholiker bin ich ein zufriedener Mensch, meine Familie achtet mich, meine Freunde akzeptieren meine Maßnahmen und mein Arbeitgeber honoriert meine Suchthelfertätigkeit im Betrieb. 

 

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Letzte Änderung:    30.09.18